Einsortiert unter: Reiseverlauf
(zum Vergroessern auf die Bilder klicken)
So meine Lieben,
das hier wird vorraussichtlich mein letzter Eintrag werden, denn ich habe noch genau 2 Tage hier in Tokyo. Den Mittwoch zaehle ich einfach mal nicht mit, denn da muss ich ja schon zum Flughafen.
Die letzte Woche habe ich wieder bei Jun verbracht und Tokyo noch ein bisschen auf mich wirken lassen. Jun nimmt mich auch wieder sehr gastfreundlich bei ihm auf, gewaehrt mit also Obdach, sorgt fuer den niemals endenden Zufluss an Nahrung etc. Daher hier mal ein dickes „Danke“ und eine kleine Homage an Jun mit diesem Bild, das ihn mit dem groessten Buegelbrett der Welt zeigt:
Beim Tokyo-geniessen kam mir leider des Oefteren das Wetter in die Quere, da es eine zeitlang echt aus Eimern geschuettet hat. Aber so hatte ich wenigstens Zeit zum shoppen
und das habe ich auch getan. Hauptsaechlich Souvenirs, Mitbringsel und einfach funky stuff fuer euch daheim! Ich hab das Ganze vorsichtshalber mal per Post im Voraus geschickt, das wird dann (hoffentlich) so ne Woche nach mir ankommen. Satte 4,5kg is das Paket schwer geworden, aber den ganzen Kram haette ich sowieso nie im Flugzeug mitbekommen („Entschuldigen Sie, aber das ist kein Eigenbedarf. Wenn Sie mir bitte folgen wuerden…“)
Aber neben diesem ganzen Zeug hab ich auch meine Kameraausruestung erweitert. Ich bin ganz alleine (jahaa!) in den grossen Elektronikfachhandel gegangen und hab mir zu meiner neuen Canon EOS 40D das passende Tokina Superweitwinkel 11-16mm F2.8 gekauft und mit dem Haendler so lange diskutiert (in gebrochenem Englisch…), bis er mir einen Fernausloeser gratis dazu gegeben hat
Ha! Meine Ausbildung war also doch zu was nuetze … hier mal ein Bild meiner „Kyoko“, das ist ein japanischer Frauenvorname und bedeutet „der Spiegel“, dachte mir das passt doch ^^
Ich hab es mir dann natuerlich auch nicht nehmen lassen mit meiner neuen Freundin eine Fototour „Tokyo bei Nacht“ zu unternehmen, die Bilder folgen dann auf deviantArt, denn Jun hat keinen CF Cardreader hier. War aber sehr cool, bin auf den Tokyo Tower rauf und von dort die wunderbare Aussicht genossen. Hier mal eine kleine Preview (mit der kleinen Fuji gemacht):
Danach gings dann noch weiter zu den wirklich neonreichen Gegenden, aber wie gesagt, dazu mehr naechste Woche.
Heute waren wir im Yoyogipark, wo sich jeden Sonntag diejenigen treffen, die sehen und gesehen werden wollen. Einige kennen vielleicht die Bilder aus Tokyo, wo verkleidete Maedchen sich mit Touristen fotografieren lassen, angezogen als Mangafigur oder Gothiclolita etc. Nunja, genau das passiert eben im Yoyogipark
aber das alleine waere ja viiiiiiel zu langweilig. Darum gibt es eine Strasse am rand des Parks, wo alle paar Meter eine Band performt. Egal ob Punk, Rock, Electrotrash….es gibt einfach fuer jedes Genre eine Band und die meisten sind einfach nur zu geil anzuschauen!! Und am Anfang des Parks gibt es noch die Rockabillies, die gegelte Haare, enge Jeans, Stiefel udn sogar nen Cadillac El Dorado hatten und zu Rock`nRoll Musik tanzen. Abgefahren! Hier mal ein paar Eindruecke:
Ich hab auch mal zwei Bands aufgenommen und das Ganze auf YouTube hochgeladen, die Videos koennen hier bestaunt werden:
Leider gestaltet sich die Rueckreise ja nicht so toll, da mein Weiterflug von Mailand aus gestrichen wurde, darf ich eine Nacht dort verbringen (die Hotelbewertungen waren durch die Bank weg alle grottenschlecht
) und komme dann laut Plan Donnerstag Vormittag in Duesseldorf an.
Freue mich schon wieder auf zu Hause, wenn ich euch lustige Geschichten erzaehlen kann und ihr mir berichtet, was in der Zwischenzeit so zu Hause abgegangen ist. Und mit ein bisschen Glueck habe ich noch eine kleine Ueberraschung fuer euch, dazu aber mehr, wenn ich wirklich wieder daheim bin.
Zum Schluss noch ein Bild von mir mit einem meiner Lieblingsprodukte aus den abertausenden Getraenkeautomaten (man, wie ich die vermissen werde…), dem allseits beliebten „Super H2O“
Bis naechste Woche!!
Euer Daniel
Einsortiert unter: Reiseverlauf
(zum Vergroessern auf die Bilder klicken)
So ihr Lieben,
hier sind die nachgetragenen Bilder. Bin heute wieder gesund und munter, nach 9h Zugfahrt durch halb Japan, bei Jun in Tokyo angekommen.
Hier seht ihr Matsuyama, mit seinem beruehmten Dogo-Onsen, der wunderbaren mechanischen Uhr, die zu jeder vollen Stunde ein kleines Konzert gibt und die Burg von Matsuyama…
Ja, ich weiss, boeses Starbucks, boeser Global Player….boese…aber das ist nunmal der einzige Ort, wo man diesen absolut geilen Matcha Frappucino bekommt! Ich will das auch in Deutschland haben!!
Dass die Japaner in der U-Bahn schlafen, habe ich ja bereits erwaehnt, aber welche Ausmasse das annimmt, kann man hier sehr schoen erkennen. Das Maedel ist irgendwann eingestiegen, hat ihr kleines Kissen auf den Ausklapptisch gelegt und *zack* weg war sie, in friedlichen Traeumen schlummernd…das zweite Bild zeigt meinen Kampf mit dem kulturellen Groessenunterschied, hier wunderbar dargestellt an der Eingangstuer zu meinem Zimmer im Ryokan in Fukuoka…boah, wie oft ich mir da meinen Kopf gestossen habe!
Zum Schluss noch ein Bild der Friedensstatue in Peace Memorial Park in Nagasaki. Die Bedeutung der Statue ist folgende: der Arm nach oben mahnt vor den Gefahren durch Kernwaffen, der andere symbolisiert den Frieden, das angewinkelte Bein stellt Meditation, also Besinnung, dar und das linke Bein, steht fest auf dem Grund, um zu zeigen, dass wir fuer den Frieden einstehen muessen. Gut, das haette ich alles jetzt nicht so gedeutet, aber zum Glueck stand ja das Informationsschild daneben…des Weiteren sind viele, viele Tausende gefaltete Kraniche zu sehen (die bunten Dinger im Bild). Das ruehrt von einem japansichen Sprichwort her „Wenn man 1000 Kraniche faltet geht ein Wunsch in Erfuellung“. Die Kraniche verteilen sich ueber den park und das Museum und stehen fuer den Wunsch nach Frieden…es sind wirklich tausende!
So, das wars erstmal wieder von mir, schoenes Restwochenende euch allen!
Einsortiert unter: Reiseverlauf
Konban-wa liebe Freunde des fernen Asiens,
leider gibt es zu diesem Artikel keine Bilder. Der Internetanschluss im Ryokan ist zwar gratis, besitzt aber keinen xD Cardreader. Aber die Bilder werden Sonntag nachgeliefert
Manche von euch fragen sich jetzt „Hae, was ist ein Ryokan? Kann man das essen?“ Nein, kann man nicht. Ein Ryokan ist ein traditionelles japanisches Gasthaus, am ehesten vergleichbar mit alteingesessenen Pensionen in Oesterreich. Ich habe mich hier einquartiert, erstens, weil die JuHe sowieso fast genauso teuer gewesen waere und zweitens, weil ich auf keinen Fall nach Hause zurueck kehren wollte, ohne vorher mal in einem Ryokan uebernachtet zu haben! Das komplette Haus ist aus Holz gebaut, ueberall finden sich Reispapierschiebetueren und die Tueren sind dermassen niedrig, dass ich mir bestimmt schon ein dutzend Mal den Kopf gestossen habe! *autsch*
Die Zimmer sind mit Tatamimatten ausgestattet (ist uebrigens auch eine Messgroesse, etwa „ich habe ein 6 Tatami Zimmer“) und abends wird ein Futon ausgerollt, auf dem man dann schlaeft. Generell gibt es hier sowieso keine Matratzen, man schlaeft auf wirklich harten, harten Untergruenden. Aber irgendwie gewoehnt man sich dran…
Nach Hiroshima bin ich in die Heimatstadt von Jun gefahren, Matsuyama. Sehr nette Stadt mit dem aeltesten Onsen Japans. Ein Onsen ist ein oeffentliches Badehaus, das meist ueber mehrere, verschieden temperierte, Becken verfuegt und in dem man sich richtig gut entspannen kann. Nachdem ich in Kyoto das erste Mal in solch einem Onsen war, bin ich suechtig. Und das Beste ist, dass die selten mehr als 3 EUR Eintritt kosten! Die JuHe in Matsuyama war auch die bisher „westlichste“, hat mich ein bisschen an die Hostels in Neuseeland erinnert, auch vom Publikum her sehr international…am zweiten Tag bin ich dann morgens auf die Burg gestiegen, von der aus man einen traumhaften Ueberblick ueber die ganze Stadt, bis hin zum Meer hat. Allerdings tauchte dann schon wieder ein altbekanntes, und von mir verfluchtes, Problem auf. Ab etwa 10:00 ist es ind en meisten Staedten Japans so verdammt diesig und smogverhangen, dass einem kaum gute Bilder gelingen! Selbst nachmittags, wenn die Sonne tiefer steht und man durchaus sattere Toene erwarten sollte, ist alles noch sehr „blass“ und „stumpf“…da wird wohl einiges an Photoshop noetig sein, wenn ich nach Hause komme
Nach Matsuyama bin ich weitergefahren nach Kochi. Das hat zwar nicht besonders viel zu bieten, dafuer aber die Fahrt (5h) dorthin. Undzwar faehrt der Zug durch Schluchten, Taeler, an Fluessen vorbei und ueber wahnsinnige Bruecken etc. Eine schoenere Strecke hab ich bisher nicht erlebt! Das Hostel in Kochi hatte auch fast schon Hotelstandard und war zudem auch noch recht guenstig. Hut ab! Selbst das traditionelle japanische Fruehsteuck (Reis, Misosuppe, Ei, irgendwas Eingelegtes) war sehr gut! Allerdings bin ich in Kochi besonders intensiv auf ein japanisches Phaenomen gestossen, naemlich die allseits bekannte Freundlichkeit. Ich bin also in dieses Cafe gegangen, um mir, wer haette es gaehnt, einen Kaffee zu holen und sowohl beim Rein-, als auch beim Rausgehen begruessten mich alle, wirklich alle Angstellten mit einem ohrenbetaeubenden „KINNICHWA GOSAI MASU!“ bzw. „ARRIGATO GOSAI MASU! SAYONARA!“…welch Stolz auf die Arbeit, sowas sollte man mal in der Teedose einfuehren…
Von Kochi ging es dann weiter nach Fukuoka, wo ich mich gerade in o.g. Ryokan befinde. Fukuoka liegt direkt am Meer (Hafenstadt aus der Meiji-Zeit) und ist ziemlich verregnet…irgendwie scheine ich hier nicht viel mehr Glueck mit dem Wetter zu haben als ihr zu Hause. Aber seis drum, so konnte ich wenigstens den Tag dazu nutzen mir das tolle Fukuoka Asia Art Museum anzuschauen, das z.Z. eine grandiose Ausstellung ueber Buddhastatuen fuehrt. Daneben befinden sich auch etwa 300 permanente Exponate im Museum, die aus allen Teilen Asiens zusammengetragen wurden. Von indischer Hindumalerei, ueber chinesische Kommunismuspersiflagen bis hin zu tibetischen Picassostilen findet sich allerhand in diesem grossartigen Museum! Selbst der, fuer japanische Verhaeltnisse sehr hohe, Preis von etwa 8 EUR Eintritt ist gerechtfertigt.
Morgen geht es weiter nach Nagasaki, der zweiten Stadt mit einer atomaren Zerstoerungshistorie, und am Sonntag werde ich mich dann auf eine sehr laaaange Zugreise nach Tokyo machen, weil mein Japan Rail Pass an diesem Tag auslaeuft. Insgesamt wahrscheinlich etwa 9h im Zug, aber Zugfahren ist hier in etwa so teuer wie bei uns und solange ich den Pass noch habe, will ich das nicht unbedingt ausgeben. Das gesparte Geld gebe ich lieber fuer Souveniers aus!! Und da ich am Sonntag wieder bei Jun lande, werde ich da ein paar Bilder nachtragen. Also einfach Sonntag nachmittag mal reinschauen, bis dahin sollte ichs gechafft haben.
Bis bald!
Daniel

















