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Konban-wa liebe Freunde des fernen Asiens,
leider gibt es zu diesem Artikel keine Bilder. Der Internetanschluss im Ryokan ist zwar gratis, besitzt aber keinen xD Cardreader. Aber die Bilder werden Sonntag nachgeliefert
Manche von euch fragen sich jetzt “Hae, was ist ein Ryokan? Kann man das essen?” Nein, kann man nicht. Ein Ryokan ist ein traditionelles japanisches Gasthaus, am ehesten vergleichbar mit alteingesessenen Pensionen in Oesterreich. Ich habe mich hier einquartiert, erstens, weil die JuHe sowieso fast genauso teuer gewesen waere und zweitens, weil ich auf keinen Fall nach Hause zurueck kehren wollte, ohne vorher mal in einem Ryokan uebernachtet zu haben! Das komplette Haus ist aus Holz gebaut, ueberall finden sich Reispapierschiebetueren und die Tueren sind dermassen niedrig, dass ich mir bestimmt schon ein dutzend Mal den Kopf gestossen habe! *autsch*
Die Zimmer sind mit Tatamimatten ausgestattet (ist uebrigens auch eine Messgroesse, etwa “ich habe ein 6 Tatami Zimmer”) und abends wird ein Futon ausgerollt, auf dem man dann schlaeft. Generell gibt es hier sowieso keine Matratzen, man schlaeft auf wirklich harten, harten Untergruenden. Aber irgendwie gewoehnt man sich dran…
Nach Hiroshima bin ich in die Heimatstadt von Jun gefahren, Matsuyama. Sehr nette Stadt mit dem aeltesten Onsen Japans. Ein Onsen ist ein oeffentliches Badehaus, das meist ueber mehrere, verschieden temperierte, Becken verfuegt und in dem man sich richtig gut entspannen kann. Nachdem ich in Kyoto das erste Mal in solch einem Onsen war, bin ich suechtig. Und das Beste ist, dass die selten mehr als 3 EUR Eintritt kosten! Die JuHe in Matsuyama war auch die bisher “westlichste”, hat mich ein bisschen an die Hostels in Neuseeland erinnert, auch vom Publikum her sehr international…am zweiten Tag bin ich dann morgens auf die Burg gestiegen, von der aus man einen traumhaften Ueberblick ueber die ganze Stadt, bis hin zum Meer hat. Allerdings tauchte dann schon wieder ein altbekanntes, und von mir verfluchtes, Problem auf. Ab etwa 10:00 ist es ind en meisten Staedten Japans so verdammt diesig und smogverhangen, dass einem kaum gute Bilder gelingen! Selbst nachmittags, wenn die Sonne tiefer steht und man durchaus sattere Toene erwarten sollte, ist alles noch sehr “blass” und “stumpf”…da wird wohl einiges an Photoshop noetig sein, wenn ich nach Hause komme
Nach Matsuyama bin ich weitergefahren nach Kochi. Das hat zwar nicht besonders viel zu bieten, dafuer aber die Fahrt (5h) dorthin. Undzwar faehrt der Zug durch Schluchten, Taeler, an Fluessen vorbei und ueber wahnsinnige Bruecken etc. Eine schoenere Strecke hab ich bisher nicht erlebt! Das Hostel in Kochi hatte auch fast schon Hotelstandard und war zudem auch noch recht guenstig. Hut ab! Selbst das traditionelle japanische Fruehsteuck (Reis, Misosuppe, Ei, irgendwas Eingelegtes) war sehr gut! Allerdings bin ich in Kochi besonders intensiv auf ein japanisches Phaenomen gestossen, naemlich die allseits bekannte Freundlichkeit. Ich bin also in dieses Cafe gegangen, um mir, wer haette es gaehnt, einen Kaffee zu holen und sowohl beim Rein-, als auch beim Rausgehen begruessten mich alle, wirklich alle Angstellten mit einem ohrenbetaeubenden “KINNICHWA GOSAI MASU!” bzw. “ARRIGATO GOSAI MASU! SAYONARA!”…welch Stolz auf die Arbeit, sowas sollte man mal in der Teedose einfuehren…
Von Kochi ging es dann weiter nach Fukuoka, wo ich mich gerade in o.g. Ryokan befinde. Fukuoka liegt direkt am Meer (Hafenstadt aus der Meiji-Zeit) und ist ziemlich verregnet…irgendwie scheine ich hier nicht viel mehr Glueck mit dem Wetter zu haben als ihr zu Hause. Aber seis drum, so konnte ich wenigstens den Tag dazu nutzen mir das tolle Fukuoka Asia Art Museum anzuschauen, das z.Z. eine grandiose Ausstellung ueber Buddhastatuen fuehrt. Daneben befinden sich auch etwa 300 permanente Exponate im Museum, die aus allen Teilen Asiens zusammengetragen wurden. Von indischer Hindumalerei, ueber chinesische Kommunismuspersiflagen bis hin zu tibetischen Picassostilen findet sich allerhand in diesem grossartigen Museum! Selbst der, fuer japanische Verhaeltnisse sehr hohe, Preis von etwa 8 EUR Eintritt ist gerechtfertigt.
Morgen geht es weiter nach Nagasaki, der zweiten Stadt mit einer atomaren Zerstoerungshistorie, und am Sonntag werde ich mich dann auf eine sehr laaaange Zugreise nach Tokyo machen, weil mein Japan Rail Pass an diesem Tag auslaeuft. Insgesamt wahrscheinlich etwa 9h im Zug, aber Zugfahren ist hier in etwa so teuer wie bei uns und solange ich den Pass noch habe, will ich das nicht unbedingt ausgeben. Das gesparte Geld gebe ich lieber fuer Souveniers aus!! Und da ich am Sonntag wieder bei Jun lande, werde ich da ein paar Bilder nachtragen. Also einfach Sonntag nachmittag mal reinschauen, bis dahin sollte ichs gechafft haben.
Bis bald!
Daniel
2 Kommentare bis jetzt
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Hi,Regen-Japs ( oder sagt man da : Tlopfifalla ? )
)))
so ein kühles, feuchtes Wetter tut Deiner Bildung
ausgesprochen gut, oder? Deine Zugfahrt nach Kochi
muss wohl so ähnlich gewesen sein wie unsere mit dem Bernina, nur dass wir Schweizer Rösti hatten und Du pappigen Reis
Wenn Du am 1.5 ankommst, sollen wir da schon mal im Airport ‘ne Packung Sushi holen, damit Du nicht aus der Übung kommst?
Mach’s gut und verhunz’ die Tatamimatten nicht so.
Mam + Dad
Kommentar von Heinz April 17, 2008 @ 5:15 pmZugfahren macht Spaß und durch eine solche Landschaft verdoppelt sich dieser sicher noch. Schon wahnsinn, was du so alles kennenlernst, während wir im ömeligen Westeuropa abhängen.
Freu mich, wenn du wieder da bist.
Gruß Martin
Kommentar von Martin April 20, 2008 @ 10:36 am